Newsletter Juli/August

„Wir haben zwei Leben und das zweite beginnt, wenn du erkennst, dass du nur eins hast“

(Mario de Andrade)

  „Ich habe keine Zeit, mich zu beeilen“

(Igor Fjodorowitsch Strawinsky)

Diese beiden Zitate sind aus unterschiedlichen Quellen an mich herangetragen worden und ich empfinde sie als schöne Denkanstöße, die ich mit euch teilen möchte. Was lösen sie in dir aus? Ich hänge meine Gedanken dazu unten an, da ich dir erstmal Raum für deine eigenen Gedanken geben möchte 🙂

Hier die Angebote für Juli und August, so weit sie schon klar sind und einen lieben Gruß aus der Sommerpause.

Im Juli wird es nur Einzeltermine geben und keine Gruppenangebote, sprich, es wird auch  keine Yoga-Wanderung stattfinden. Für Massagen, Achtsamkeits-Yoga, Kleinstgruppen-Yoga, Raum zum Sein kannst du gerne Termine mit mir ausmachen. Einfach anrufen oder mailen.

Anfang August geht es erstmal vom 3.- 10.  in die „Woche der kindlichen Neugier“ (es sind noch zwei Plätze frei).

Direkt nach den Ferien geht es dann wieder los mit den Achtsamkeits-Yoga Kursen und mit einer Neuerung. Ich werde montags zusätzlich einen frühen Kurs (18:00 Uhr) anbieten Das führt dazu, dass im späteren Montagkurs wieder Platz ist 🙂

  • Mo 12.8. / 18:00 – 19:30 Uhr / 12 Abende / 138,- € (1 Platz)
  • Mo 12.8. / 20:00 – 21:30 Uhr / 12 Abende / 138,- € (2 Plätze)

Praxis Burok-Höhler, Friedrich-Ebert-Str. 47, Idstein

Am 26. August und in den Herbstferien (30.9./ 7.10.) findet KEIN Yoga statt

  • Di 13.8. / 18:00 – 19:30 Uhr / 12 Abende / 138,- € ( 4 Plätze)
  • Di 13.8. / 20:00 – 21:30 Uhr / 12 Abende / 138,- € (evt. 1 Platz)

Montessori-Schule Idstein, Wiesbadenerstr. 74, Idstein

Am 27. August und in den Herbstferien (1.10./8.10.) findet KEIN Yoga statt.

So weit erstmal – alles Weitere folgt im August.

Ich wünsche dir eine schöne Sommer-(Ferien)-Zeit und freue mich, wenn wir uns mal wieder begegnen.

Herzliche Grüße

Kerstin


Gesucht:

Eine Kleinst-Yogagruppe, bestehend aus zwei Frauen, sucht noch eine dritte Person, um die Gruppe zu komplettieren. Für Mittwoch vormittags 10:00 – 11:30 Uhr. Bei Interesse bei mir melden, ich gebe dann die Kontaktdaten weiter und ihr könnt schauen, ob ihr zusammen kommt.


Ein paar Gedanken zu den Zitaten

Viele von uns starten ihr Leben einfach so, wie es die Gesellschaft vorgibt. Durch Schule und die sozialen Strukturen werden uns Richtungen vorgegeben und vorgelebt, die wir erstmal nicht hinterfragen, sondern für selbstverständlich halten und einfach mitgehen. Auch die Rebellierer, denn sie beziehen oft nur eine Gegenposition, aber keine neue, eigene – bleiben also Teil dieser Ordnung.

Dann gibt es vielleicht Ereignisse in unserem Leben, die uns aus der Bahn werfen. Verluste, Burn-out, Midlife-Crisis, Krankheit, …  und die Welt und unser Sein fühlt sich auf einmal ganz anders an. Wir werden uns der eigenen Verletzlichkeit, auch der eigenen Endlichkeit bewusst und schauen neu auf unser Leben. Das löst eine Fülle an Emotionen und Fragen aus. Das eigene Verhalten wird unberechenbarer, pendelt teilweise zwischen Extremen und in vielen Fällen fühlen wir uns dabei elend und überfordert. 

Vergleichbar einer Übergangsphase, wie ich sie schon im Artikel Umbruchsphasen beschrieben habe, nur existenzieller.

Und genau das ist ein wunderbarer Zeitpunkt, um sich selbst und das Leben tiefer zu ergründen, zu hinterfragen, sich der eigenen Werte und Gaben bewusst zu werden und damit zu beginnen, das eigene Leben neu zu gestalten. Zu schauen, was ist mir wirklich wichtig, was möchte und kann ich hier auf dieser Welt  beitragen? Was für Schätze in Form von Gaben und Möglichkeiten habe ich vom Leben geschenkt bekommen? Und wie kann  ich diese einsetzen, nutzen? Wieweit passt das, was ich bisher gelebt habe zu mir und meinen Gaben? Wo steht es mir im Weg? Wie kann ich das ändern?

Wann, wenn nicht jetzt? Jetzt, wo nichts mehr selbstverständlich erscheint, ich mir bewusst werde, dass jeder Tag ein Geschenk ist und unser aller Tage gezählt sind. Wenn mir bewusst wird, dass ich „nur ein Leben habe“ und ich mich frage, in wie weit habe ich dieses denn bisher wirklich gelebt, gestaltet, mich mit vollem Herzen eingebracht und wie weit habe ich einfach „nur mitgemacht“?.Genau jetzt gibt es die Chance „auf ein zweites Leben“, auf Veränderung. Es gilt die eigene Angst bei der Hand zu nehmen – anstatt uns von ihr lähmen zu lassen – und uns voll, mit allem was uns ausmacht dem Leben zu stellen und zu beginnen zu gestalten. Jeden Tag auf`s Neue – spielerisch und neugierig – mit der Offenheit zu scheitern und zu lernen. Eigentlich, wie beim ersten Laufenlernen. Erst durch`s immer wieder Fallen und Aufstehen, schulen wir alle Fähigkeiten und Fertigkeiten, um trittsicherer zu werden. Was haben wir zu verlieren?

Da greift für mich dann das zweite Zitat. „Ich habe keine Zeit, mich zu beeilen.“ Wenn wir verstehen, dass jeder Tag ein Geschenk – und nichts Selbstverständliches – ist, wird es absurd durch diesen zu hetzen und dadurch sooo wenig von ihm wahrzunehmen. Die ganzen Möglichkeiten, die Fülle, die er für uns bereit hält, nicht sehen zu können, weil wir mit einem Tunnelblick und mit zum Großteil ausgeschalteter Sinnes- und Selbstwahrnehmung der Erledigung unserer To-Do-Listen hinterher rennen.

Bewusstsein, Wahrnehmung, Kreativität, Entwicklung  brauchen Zeit, um sich sinnvoll und auch wirkungsvoll entfalten zu können. Sie brauchen Frei-Räume.

 So weit mal ein paar Gedanken.

Und – natürlich- braucht es keine Krise, um in ein tieferes Fühlen und Hinterfragen zu finden und neue Wege ausprobieren und gehen zu können.Es braucht ein sich wiederholendes Innehalten, Sinne-aktivieren, Sich-mit-sich-selbst-verbinden auf allen Ebenen (Kopf, Herz und Bauch). Es braucht ein Heraustreten aus dem Bekannten und sich mutiges Einlassen auf Neues – mitten im Alltag. Es braucht keine großen Schritte, nur ein Loslaufen.

Wo gestaltest du in deinem Leben? Wo läufst du einfach mit? Wann bist du zufrieden? Wann fühlst du Kraft in dir? Was begeistert dich? Was fällt dir leicht? Mit welchen Gaben bringst du dich in diese Welt ein? Was macht dich glücklich? Und warum? Wieviel Frei-Räume gibt es in deinem Leben? Gibt es in deinem Leben oder deinen To-Do Listen freie Zeiten?  Zeiten für bewusstes Sein, Vertiefen der Wahrnehmung, Gedanken sprudelnlassen, für Langeweile?

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