Rückblick

Die Singenden Bilder waren ein Konzept, dass ich 2010 entwickelt habe und das bis Anfang 2013 verschiedene Ausstellungen durchlaufen hat. Zu jedem Bild gab es ein eigenes Lied, das per MP3-Player gehört werden konnte oder in den Vernissagen oder Finissagen in einem gemeinsam Klangraum erfahren, mitgesungen werden konnte. Die Lieder stammten aus Singkreis-Tradition oder waren selbstgemacht.

Die Idee war es, das normale Bild um die Komponente des Klangs zu erweitern und zu schauen, ob und was für neue Räume sich dabei auftun. Es war sozusagen eine experimentelle Ausstellung, die mehrere Sinne mit einbezog und zum Spielen und Ausprobieren einlud.

Unter Videos kannst du die Ausstellung anschauen.

Zeitungsartikel zur Ausstellung, die in der Idsteiner Zeitung erschienen sind:

„Harmonie und Energie“  Artikel von Susanne Gross 

„Quellen der Inspiration“ Artikel von Susanne Gross  

Im Frühjahr 2013 habe ich gemerkt, dass das Konzept „Singende Bilder“ keine Kraft mehr hatte, ich nicht mehr dahinter stand und es an der Zeit war, das Konzept und mit ihm die Bilder zu verabschieden, loszulassen. Der für mich stimmigste Weg war, sie dem Feuer zu übergeben, so dass auch die noch in ihnen gebundene Energie frei gesetzt würde und  Raum für Neues entstehen könne.

Gesagt, getan. Ich habe zu einer letzten kleinen Ausstellung am Ort des Entstehens eingeladen und dann das Feuer in meinem Garten entfacht und zusehen dürfen, wie die Bilder teils auf sehr ästhetische Weise vom Feuer gewandelt und schließlich aufgelöst wurden. Sehr beeindruckend.

Und wie gewünscht, hat das Loslassen einen neuen Raum geöffnet, allerdings einen, mit dem ich überhaupt nicht gerechnet habe.

Ich begann Kurzgeschichten zu schreiben und entwickelte ein neues Konzept – die Namensgeschichten. 

Zum Abschied der Singenden Bilder ist ein toller Artikel, sowohl in der Idsteiner Zeitung, als auch beim Feuilleton Frankfurt erschienen.

NAMENSGESCHICHTEN

Die Namensgeschichten, die mich 2013 bis Anfang 2015 begleitet haben, hatten folgendes Konzept:

Als Grundlage diente der Name der Person. Nach einem ganz einfachen Schema aus dem    Kreativen Schreiben werden die Buchstaben untereinander geschrieben und jeder Buchstabe als Anfang eines spontan assoziierten Wortes genutzt.

E  hrlichkeit

V  ergänglichkeit

A  nnäherung

Die Wortart war frei, es konnte also auch ein Verb, Adjektiv,… sein.

Bevor ich die Worte assoziierte, stimmte ich mich auf die Person, für die die Geschichte sein sollte ein, fuhr sozusagen meine Antennen aus und dadurch kamen andere Assoziationen. Und dann ließ ich entstehen, schaute mir selbst fasziniert beim Schreiben zu, voller Spannung, was es wohl diesmal für eine Geschichte werden würde. Es kamen sehr unterschiedliche Geschichten dabei heraus, so unterschiedlich, wie die Menschen, für die ich sie schrieb.

Es lohnt sich, diese Übung mal selbst auszuprobieren!!!

Zum Schluss habe ich die Geschichten auf CD`s eingelesen, so dass das Endprodukt eine Hör-CD war. Unter Hör-Proben kannst du dir ein paar Geschichten anhören.

LESUNGEN + CD

Über die zwei Jahre ist ein reicher Fundus an „freigegebenen“ Geschichten entstanden, an dem ich Interessierte teilhaben lassen möchte. Zum Einen habe ich im Abschiedsjahr eine Geschichte pro Monat auf meinem Blog veröffentlicht und zum Anderen gebe ich Lesungen.

Vielleicht sehen wir uns ja mal bei einer Lesung!

Und wer nicht auf eine Lesung warten möchte, der kann meine Geschichten-CD „Kunterbunte Kurzgeschichten“ für 9,90 € erwerben. (Solange der Vorrat reicht)

RAMPENFERKELEI

Am Freitag den 13. 3. 2015 kam sie ins Leben und am Freitag den 11.11.2016 war die letzte, der insgesamt 5 Vorstellung zu sehen.  Die Rampenferkelei war eine offene Bühne, mit festem Rahmen, auf der jede/r, der sich ausprobieren wollte, willkommen war und 10 Minuten frei gestalten durfte. So gab es Programmpunkte aus den Bereichen Commedy, Performance, Musik verschiedenster Stile, Jonglage, (Clowns)Theater, Gongs, Gedichte und Tanz zu bewundern.

Der Idsteiner Kulturbahnhof  hatte im Vorjahr eröffnet und  mich mit seinem Motto “ Du bist am Zug“ neugierig gemacht. Meine Idee der „Rampenferkelei“  wurde dort ganz offen aufgenommen. Seit dem besagten Freitag dem 13. gehört sie fest zum Programm des Kulturbahnhofs und hat sich – zu meiner Freude – zu einer gut besuchten und beliebten Veranstaltung entwickelt.

Die Rampenferkelei war eine tolles, intensives, spannendes Projekt und ich danke allen, die zum Gelingen beigetragen haben! Es war schön, soviele Menschen und ihrer Kunst kennen zu lernen, zu merken, dass dieser Raum zum Ausprobieren angenommen wurde, angeregt hat – dass im Miteinander so schöne, offene, stimmungsvolle Abende entstanden sind.  Artikel mit Bildern zu den einzelnen Veranstaltungen findest du auf meinem Blog

Dennoch braucht meine Künstlerseele Raum für Neues und so habe ich diese Veranstaltung wieder aus meinem Leben verabschiedet.

Der Kulturbahnhof hat jedoch vor weiter eine offene Bühne anzubieten, also neugierig deren Seite verfolgen oder einfach in deren Newsletter eintragen 😉

Körper – Wahrnehmung – Bewusstsein