Newsletter Dezember/Januar

„Weniger ist mehr.“

Ich beobachte gerade in meinem Umfeld, dass viele Menschen an ihren Grenzen sind. Im Dauerlauf den Dingen, die erledigt werden sollen, hinterherlaufen, aber kaum noch Zeit finden für gesunde Pausen. Mit gesunden Pausen meine ich die, in denen man nicht nur anhält, um kurz zu verschnaufen, sondern die, in denen man Kraft schöpft,  Zeit hat zu verarbeiten und zu sortieren. Die Menschen stehen unter Dauerdruck und kommen nicht mehr zur Ruhe. Warum?, habe ich mich gefragt und in der Beschäftigung mit dem Thema gar nicht gemerkt, dass sich auch bei mir Druck einschleicht.

Auf einmal fühlte ich mich getrieben, hatte das Gefühl, was ich auch tue, es ist nie genug. Wurde innerlich unzufrieden und unleidlich. Ging mir selbst auf die Nerven und hatte das Gefühl ich bekomme gar nichts auf die Reihe. Fühlte mich gehetzt und unruhig und konnte die Sachen, die mir voher Genuss bereitet haben, nicht mehr genießen ….  Ein sehr unbefriedigender Zustand, kaum Lebensqualität.

Als ich mir dessen dann bewusst wurde, hielt ich staunend inne. Was mache ich denn da und warum?

Ehrlich hingeschaut hatte sich äußerlich gar nichts verändert. Ich machte eigentlich genauso viel oder wenig, wie sonst auch. Und meine Arbeit machte mir Spaß. Es gab nicht zuwenig Schönes in meinem Leben. Es gab niemand, der mich antreibt; keine äußeren Umsände, die diesen inneren Druck ausgelöst hatten. Das hatte sich in mir selbst entwickelt.

Habe ich mich von dieser Dynamik, die um mich herum spürbar war, einfach anstecken lassen? Ich weiß es nicht.

Aber sobald es mir bewusst wurde, habe ich die Kehrtwende eingeleitet. Dank meinem Freund habe ich als erstes das „Ich muss“ in ein „Ich möchte“ umgewandelt. Fühlte sich schon viel besser an und hat das Gefühl von Getriebensein wieder in Selbstbestimmung gewandelt.

Dann habe ich mir die Zeit genommen 3 Dinge pro Tag aufzuschreiben, die ich tun möchte und warum ich sie tun möchte – welcher Wunsch dahinter steckt. Wenn sie erledigt waren, habe ich aufgeschrieben, ob sie den Effekt hatten, den ich mir von ihnen versprochen hatte. So konnte ich langsam aussieben, was wirklich wichtig und lebensqualitätsfördernd ist und was gar nicht wichtig ist und somit weggelassen oder auf ein Minimum reduziert werden kann.

Zusätzlich habe ich ein paar Tage aufgeschrieben, was ich eigentlich den ganzen Tag tue – da ich ja das Gefühl hatte, nichts auf die Reihe zu bekommen. Dabei habe ich schwarz auf weiß sehen können, was ich alles mache. Das hat mein Bild von mir selbst weiter zurecht gerückt. Gleichzeitig hat es mir gezeigt, dass das Erledigen einer Aufgabe sich oft komplexer, als gedacht, gestaltet, da mehrere Nebenaufgaben im Tun entstehen, die in meiner Rechnung unter den Tisch gefallen sind. Und es spiegelte mir, wie wichtig die gesunden Pausen sind, die in meiner verschobenen Wertung unter „Nichtstun“, also als negativ verbucht wurden.

Das alles hat dazu geführt, dass sich mein Blick auf mein Tun wieder geweitet hat und ich meine Prioritäten bewusst setze und zu dem Schluss komme – weniger ist mehr. Sich auf das konzentrieren, was einem wirklich wichtig ist, Klarheit darin finden und aufpassen, dass man sich nicht durch Impulse, Dynamiken von außen wegziehen lässt – das finde ich essenziell. Und sich immer wieder Zeit nehmen für gesunde Pausen und in diesen auch die eigene (innere) Ordnung hinterfragen und umräumen, wenn sie nicht mehr stimmt.

Viel von diesem beschriebenen Druck und Getriebensein erzeugen wir, meiner Meinung nach, in uns selbst. Der Vorteil ist, das können wir auch selbst wieder auflösen.

Kennst du das, was ich hier beschreibe? Wie geht oder erging es dir damit? Was für Wege hast du gefunden? Falls du mit mir teilen möchtest, gerne 🙂

Und jetzt zu meinen Angeboten, bei denen ich auch das „Weniger ist mehr“  beherzige.


DEZEMBER

23.12. – 5.1. Winterpause – Ich gönne mir Zeit für mich 🙂

JANUAR


ACT – Achtsam in Contact Tanzen

Dieses Mal ist das letzte Mal unserer Versuchsreihe und dann entscheiden wir gemeinsam, wie es weiter geht und sich gestalten wird. Es hat sich in den zwei Malen schon eine kleine Gruppe von Tanzfreudigen gefunden und wir hatten viel Freude am – je nach Vorliebe –  freien oder miteinander Tanzen. Falls du die Chance nutzen möchtest es auszuprobieren, dann komm doch einfach und tanze mit!

Sa 7.12. Beginn 18:00 Uhr / ca. 2 Std. / 5 €

Anmeldung erforderlich!


Freude am Singen

Mein Angebot „Freude am Singen“ wird am 20.12. das letzte Mal stattfinden. Ich würde mich freuen, wenn zum Abschied, zum Ausklang nochmal viele Stimmen erklingen.

Freitag 20.12. /19:00 Uhr/ 5 €

Anmeldung bis 18:00 Uhr am Vortag!


Zeit für mich – Massage

Möchtest du dich mal wieder ganzheitlich, verbunden erleben, zur Ruhe finden, deinem Körper Gutes tun? Dich verwöhnen lassen mit warmem, naturreinem Öl auf deiner Haut und achtsamen Berührungen?

Dann gönne dir eine Massage. Einfach einen Termin ausmachen per Mail oder unter 06126-584669


„Nicht alles was Genuss bereitet, ist auch wohltuend, aber alles, was wohltuend ist, bereitet auch Genuss
(Pythagoras)

Auf der Suche nach einem schönen Weihnachtsgeschenk?

Dann verschenke doch einen Gutschein zum Wohlfühlen oder wünsch dir selbst einen 😉


Danke!

Zum Ende des Jahres bietet es sich an nochmal zurück zu schauen und Danke zu sagen. Danke für das schöne Miteinander, euer Vertrauen, euer Einlassen und Ausprobieren, euer Sein. Ich habe auch dieses Jahr wieder viel durch und mit euch gelernt und durch unser schönes Miteinander mein Leben so gestalten können, wie es mir gefällt. Das ginge nicht ohne euer Dasein und Zutun.

Reich beschenkt, wünsche ich euch allen einen schönen Jahresausklang und freue mich, wenn wir uns auch nächstes Jahr wiedersehen, wiederhören oder voneinander lesen.

Alles Liebe

Kerstin

Ein Gedanke zu „Newsletter Dezember/Januar“

  1. Liebe Kerstin,

    danke noch einmal für Deine „Weniger ist mehr“ Gedanken.

    Die Idee, dass der für mich gefühlte Stress aus mir selbst heraus entsteht, teile ich ja mit Dir. Gut zu wissen, dass dies logischer Weise auch durch mich wieder „veränderbar“ ist.

    Und auch Bend´s Gedanke, „ich muss“ durch „ich möchte“ zu ersetzen, finde ich sehr hilfreich. Mal sehen/ beobachten, was als wirklich wichtig in meinem Leben bleiben soll …

    Danke Dir, für die Kraft, die ich zur Zeit durch Deine „Morgenmeditation“ und die netten Teilnehmer/ -innnen mit in meinen Alltag nehmen darf.

    Es ist toll, morgens mit Euch zu sein!

    Alles Liebe und auch von mir eine herzliche Umarmung (wenn Du magst ;-)), von Ursel

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