Tante Olga im Kuba

Am Samstagnachmittag feierte der Kulturbahnhof Idstein sein einjähriges Bestehen.   Das wollte auch Tante Olga sich nicht entgehen lassen. Sie hatte schon viel gehört, von diesem neuen Veranstaltungsraum in Idstein, aber es, wie so viele, noch nicht geschafft, mal vorbei zu schauen. 11217972_1649584461982853_9069013799604337481_n

Mit einem Gläschen Sekt wurde sie empfangen und betörendem Gesang von Britta Stegmann. So ließ sich Tante Olga erstmal auf einem Stuhl nieder, um entzückt der Musik zu lauschen und die Sängerin im schönen Kleid zu bewundern.  Beim Schweifenlassen ihres Blickes, entdeckte sie ein gemütliches Sofa, auf dem neben zwei nett aussehenden Damen noch ein Plätzchen frei war.  Mühsam – im Alter geht eben alles langsamer – erhob sie sich wieder von ihrem Stuhl und wackelte rüber zum Sofa, um es sich dort richtig bequem zu machen.

Eine gute Entscheidung – denn – sobald sie saß, betrat ein Vampir die Bühne und ihr wurde Angst und Bange. Sie rückte ihrer sympathischen Sitznachbarin im wahrsten Sinne des Wortes auf die Pelle, da ihr der Vampir, der dann auch noch die Bühne verließ und ihr gefährlich nahe kam, eine riesen Furcht einflößte.

Geduldig hielt ihre Sitznachbarin ihr die Hand, bis die aufregende musikalisch-vampirische Nummer von Carsten Vollmert zu Ende ging. Dankbar und mit einem tiefen Seufzer der Erleichterung verabschiedete sich Tante Olga von ihren Sofanachbarinnen, um sich weiter umzuschauen.

Neben Fotografien der Fotofreunde Idstein entdeckte sie den ZAZEN Meditationskreis  und  die Idsteiner Schlossphilosophen, welche jeweils Bücher zum Thema präsentierten. Blöd nur, dass Tante Olga nicht mehr so gut sehen kann, vom Lesen ganz zu schweigen.  Aber Fühlen ist ihr gut möglich und so konnte sie die Produkte des Strickcafes auf diese Weise freudig erkunden. Die Damen des Strickcafes waren sehr herzlich und schenkten Tante Olga sogar eine Stola, die hervorragend zu ihrem Kleid passte und sich einfach wunderschön anfühlte.  Beglückt ging sie weiter und schaute sich, so gut es ihr mit ihren schlechten Augen möglich war, das Plakat der Rampenferklei – einer offenen Bühne mit festem Rahmen – an.  Und hätte sie es nicht am Magen, hätte sie gerne bei Idstein is(s)t vegan die Appetithäppchen probiert, von denen die Umstehenden alle schwärmten.

Vor dem Stand der Veganer lernte sie Nicole Schreier vom Kulturbahnhof kennen, die ihr dann auch, sehr hilfsbereit,  den Weg zu den Toiletten zeigte. Voller bunter Eindrücke verließ Tante Olga den Kulturbahnhof mit dem festen Vorsatz zur ein oder anderen Veranstaltung wieder zu kommen.

Eigentlich, fiel ihr beim Verlassen des Ortes ein, hatte  sie davon gehört, dass noch ein Gitarist „den Blues“ spielen sollte, aber den hatte sie vielleicht einfach verpasst?

Auf jeden Fall nahm  sie sich vor, ihren Freundinnen von diesem tollen Ort und dem Engagement der Menschen zu  erzählen!!!

 

Ein Prosit auf und einen herzlichen Glückwunsch an  den Kulturbahnhof zum Einjährigen!

Hier das Programm. Vielleicht hast ja auch du Lust mal reinzuschauen oder aktiv zu werden  🙂

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